Samstag, 25. März 2017

Rezension - 161011 - Befreiung


Geschrieben von Aurelia L. Night
Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Tagträumer Verlag (15. März 2017)
ISBN-13: 978-3946843078
  
Der Roman kann HIER beim Verlag direkt bestellt werden.


Was würdest du tun, wenn du nur dazu erschaffen wurdest, zu töten? * Als Gabriel und 161011 zum ersten Mal aufeinandertreffen, scheint ihr Schicksal besiegelt: sie, die Vampirjägerin, er, der Vampir. Gabriel entführt 161011 und zeigt ihr ein Leben, in dem sie eine fühlende Person und keine perfekte, namenlose Jägerin sein kann. 161011 will, trotz der Konsequenzen, die sie dort erwarten, ins Labor zurückkehren, denn sie erkennt, wie sehr sie die einzige Familie, die sie hat, vermisst. Als Gabriel nach einer Mission jedoch nicht zurückkehrt, muss sich die Jägerin zwischen ihrem alten Leben und den neuen Gefühlen entscheiden …


Ich muss ja gestehen, ich wollte den Roman lesen, schon direkt nachdem ich das Cover gesehen habe. Was ganz gut ist, denn hätte ich zuerst das Wort "Vampire" gelesen, weiß ich nicht, ob ich 161011 eine Chance gegeben hätte.
Doch die Autorin hat mich richtig gehend überrascht!

161011 erwacht eins Tages zum Leben, inmitten eines Labors.
Dort erfährt sie, daß sie kein echter Mensch ist, sondern ein Versuchsobjekt.
Der Grund für ihre Existens: Sie soll Vampire bekämpfen!
Doch im Laufe der Zeit, und bei näherem Kennenlernen von Gabriel, muss sie feststellen, daß die Gefahr vielleicht garnicht von den Vampiren ausgeht.
Jedenfalls scheinen sie und Gabriel, der zu den Vampiren gehört, auf irgendeine Art miteinander verbunden zu sein. Was es natürlich noch schwerer macht, in ihm das Böse zu sehen.
161011 muss herausfinden, auf welcher Seite sie steht....

161011 soll ein Experiment darstellen, doch schon gleich nach ihrem Erwachen, lernt man sie als eine sehr emotionale Person kennen.
Sie, die doch eigentlich nur geschaffen wurde, um zu funktionieren und Befehle auszuführen.
Doch sie stellt Fragen, und sehnt sich nach einer Familie, die sie in ihren "Geschwistern", den anderen von Menschenhand geschaffenen Wesen, gefunden zu haben scheint. Doch erst nachdem sie Gabriel trifft, erwachen in ihr auch ganz andere Gefühle und Empfindungen. Sie scheinen aufeinander geprägt zu sein.
Aber wieso ist das möglich?
Und wieso gibt es auf einmal immer mehr Vampire, kaum werden mehr Experimente geschaffen?
Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Protagonisten, genau wie ich als Leser.
Ich wollte unbedingt hinter das Geheimnis kommen.

Die Autorin konnte mich, trotz Vampiren ;-) überzeugen.
Auf Grund des spannenden Schreibstils hatte ich den Roman in kürzester Zeit durchgelesen.
Zu Beginn kam ich einige Male ins Grübeln, als 161011, kaum ist sie erwacht, so überhaupt nicht weiß, was oder er sie ist, dann aber doch über natürliche Verhaltsweisen eines Erwachsenen bescheid weiß. Darauf hätte man noch näher eingehen können.
Doch schon bald waren diese Gedanken vergessen, und ich mochte sie einfach.
Als Mensch, mit menschlichen Wünschen, Ängsten, Fragen und Zweifeln.
Und auch Gabriel gefiel mir auf Anhieb!
Er und sein Umfeld, seine Berufung und sein Leben, sind spannend und aufregend.
Und er scheint das perfekte Gegenstück zu sein.
Die beiden würden perfekt zueinander passen, wäre da nicht das klitzekleine Problem, daß sie Feinde sind.

Außer bei Twilight konnten mich Vampire noch nie begeistern, aber da hier dieses "Blutsaugerleben" garnicht so im Vordergrund stand, gefiel mir die Geschiche dann sogar überraschend gut.
Das Ende hat es in sich, und ich hoffe, daß die Fortsetzung nicht zu lange auf sich warten lässt.


Ein klasse Start!
Meine Bewertung: 4 von 5 Sterne!!!


Aurelia L. Night ist Baujahr '95. Sie lebt mit ihrem Freund und zwei verrückten Katzen im ruhigen Niedersachsen. Nach einer Ausbildung als Schilder- und Lichtreklameherstellerin hat sie erneut die Schulbank gedrückt um ihr Fachabi in Gestaltung zu bekommen. Nun arbeitet sie Nebenbei als Servicekraft und hofft auf einen Studienplatz in Theaterpädagogik. In ihrer Freizeit schreibt sie nicht nur, sondern liest auch sehr viel, oder aber sie versucht ihrem Freund beim xBox spielen zu schlagen. Was bisher ziemlich gut klappt.

Kommentare:

  1. Huhu ,

    zumindest mal eine, andere interessante Idee auf dem Feld der Vampirbekämpfung...wobei ich denke...die Sache mit der Vampirbekämpfung tritt ziemlich bald in den Hintergrund in diesem Roman....denn es geht um die Person mit der Nummer und ihrer Einstellung ..Gefühlen zum Dasein auf dieser Welt des Romanes....

    LG...Karin...

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  2. Guten Morgen!
    Ich musste total schmunzeln, als ich deine Rezension gelesen habe. Vampire sind nämlich auch nicht so ganz meins. Aber dieses Buch scheint ja wirklich etwas Besonderes zu sein, was das angeht. Bislang gibt es nur ein Vampirbuch, das mich überzeugen konnte: das ist die "Nachtahn"-Reihe von Sandra Florean. Vielleicht sollte ich es mal mit diesem Buch versuchen. Der Titel ist jedenfalls total super!
    Herzliche Grüße, Liane

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