Montag, 15. September 2014

Rezension - LUM - Zwei wie Licht und Schatten

 

Geschrieben von Eva Siegmund
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: cbt 
Erscheinungstermin: 29. September 2014
ISBN-13: 978-3570163078

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Wenn dein Schicksal zu groß für dich scheint
     
In der Trümmerstadt Adeva entscheidet sich für alle 15-Jährigen in der Nacht der Mantai, welche Gabe sie haben. Ein Mal, das auf dem Handgelenk erscheint, zeigt an, ob man telepathisch kommunizieren, unsichtbar werden oder in die Zukunft sehen kann. Doch bei Meleike, deren Großmutter eine große Seherin war, zeigt sich nach der Mantai – nichts. Erst ein schreckliches Unglück bringt ihre Gabe hervor, die anders und größer ist als alles bisher. Als Meleikes Visionen ihr von einem Inferno in ihrem geliebten Adeva künden, weiß sie: Nur sie kann die Stadt retten. Und dass da jenseits der Wälder, in der technisch-kalten Welt von Lúm, jemand ist, dessen Schicksal mit ihrem untrennbar verknüpft ist …



Der dritte Weltkrieg ist zu Ende und der Großteil der Erde ist verseucht.
Die Überlebenden mussten sich in Süd- und Nordamerika eine neue Heimat aufbauen.
Von nun an soll es keine Statten mehr geben, sondern nur noch eine große Gemeinschaft, die von beweisbaren Wissenschaften gelenkt werden soll. Neid, Macht, und ein erneuter Krieg sollen somit verhindert werden.
Beim Mantei-Fest soll sich feststellen, welche Gabe die fünfzehnjährige Meleike hat.
Ihre Eltern sind beide etwas besonderes, und das Gleiche erwarten man von ihr. Doch es passiert nicht! Sie hat keine Gabe... Erst nach einem schrecklichen Zwischenfall wird sie zur Seherin, und ihre Visionen zeigen eine schreckliche Zukunft.


Das Cover ist ein absoluter Eyecatcher! Es passt gut zu einer Dystopie, und der Titel und das Motiv sind perfekt gewählt.

Das Vorwort in diesem Roman besteht aus dem Völkerauflösungsvertrag der Überlebenden, und läßt einen schon ein wenig hineinblicken, in diese neue und fremde Welt.

Mit den Protagonisten wurde ich leider nicht so schnell warm.
Vermutlich lag es an den ausgefallenen Namen, Meleike, Koda, Cyr,... ich kann mich da nur schwer in eine Geschichte hineinversetzen. Im Laufe der Geschichte wurde es aber dann besser, und ich habe mit Meleike mitgefiebert, gebannt, gehofft, und gekämpft.
Flynn ist auf eine Art mit Meleike verbunden, doch beide ahnen zuerst nichts davon.

Flynns Geschichte beginnt schon direkt schrecklich, während Meleike noch nicht weiß was auf sie zukommt. Erst als sich ihre Gabe, das Vorhersehen von Ereignissen, entwickelt, wird sie in Probleme hineinmanövriert, von denen sie nichts geahnt hat. Ihre Stadt wird zerstört? Oder kann sie es verhindern? Sie wird kämpfen, so viel ist sicher!

Die Story gefällt mir sehr gut, und direkt am Anfang das schreckliche Ereignis läßt einen schon aufschrecken.
Actionreich und spannend, wenn man erst einmal in die Geschichte hineingefunden hat.
Diese neue Welt ist aufregend und gut durchdacht. Die Überlebenden hatten gute Vorsätze, aber wie immer läßt sich auch die beste Idee nicht immer umsetzen, sobald Menschen im Spiel sind.

Vom Schreibstil bin ich hin und hergerissen. Einerseits wird die Geschichten aus vielen Perspektiven erzählt, was einem die einzelnen Personen näher bringt. Und dennoch fehlte mir etwas.
Es waren immer wieder Fragen in meinem Kopf, auf die ich mir eine Antwort, eine detailliertere Beschreibung gewünscht hätte. Dann wiederum ging es richtig zur Sache und die Protagonisten überraschten mich in ihrem Verhalten und ihrer Art.

Das Hin und her zwischen Meleike und Flynn ist für mich meistens nachvollziehbar gewesen.
Wie soll es denn auch sonst sein in einem Roman mit einem Mädchen, das sich im Laufe der Geschichte als Heldin behaupten muss?

Dieses Buch ist das Debüt der Autorin  Eva Siegmund, und weiß gerade garnicht ob man noch mehr von Meleike lesen wird. Ist es eine Reihe oder Einzelband? Ich werde mich mal auf die Suche nach einer Antwort machen. Ich könnte mir auf jedem Fall eine Fortsetzung vorstellen.


Selten bin ich so hin und hergerissen beim Lesen,
ich schwankte zwischen drei und vier Sternen.
Aber drei wären doch zu wenig, 
denn mich hat die Geschichte dann doch so gefesselt,
daß ich mir zum Ende hin sicher war:
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen!!!


Eva Siegmund, geboren 1983 im Taunus, stellte ihr schriftstellerisches Talent bereits in der 6. Klasse bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb unter Beweis. Nach dem Abitur entschied sie sich zunächst für eine Ausbildung zur Kirchenmalerin und studierte dann Jura an der FU Berlin. Mit dem ersten Staatsexamen in der Tasche begann sie 2011 als Volontärin bei einem Hörbuchverlag in der Lizenzabteilung. Doch schon bald wurde ihr Textgespür entdeckt und so wechselte sie ins Lektorat. „LÚM – Zwei wie Licht und Dunkel“ ist ihr Romandebüt.

1 Kommentar:

  1. Heyhey!

    Auf dieses Buch freue ich mich schon total. Auch wenn du nicht so 100% begeistert warst und so hin- und hergerissen, klingt das Buch wirklich toll und ich bin schon gespannt wie es mir gefallen wird. =)

    Tolle Rezension auf jeden Fall! =)

    Ganz liebe Grüße,

    Bianca

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