Montag, 6. Januar 2014

Rezension - Es wird keine Helden geben

 
Geschrieben von Anna Seidl
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Oetinger 
Erscheinungstermin: 20. Januar 2014
ISBN-13: 978-3789147463
 
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Berührend, fesselnd, unfassbar: Wenn nichts mehr ist, wie es war. Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt - aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?


Fast hätte sie verschlafen! Aber dank der SMS von ihrem Freund Tobi hat es Miriam doch noch pünktlich in die Schule geschafft. Doch während der Pause werden die Schüler überrascht: Von Matias, einem Außenseiter, der zum Äußersten bereit ist.
Miriam schafft es sich zusammen mit zwei Mitschülern in der Toilette zu verstecken, doch werden sie überleben? 
Und wie werden Miriam und ihre Freunde mit diesem Unglück weiter leben können?


Ich habe dieses Buch als letztes im Jahr 2013 gelesen. Amoklauf! Ein Thema das man gerne hinter sich läßt. Und doch ist es immer aktuell. Niemand weiß ob man nicht selbst irgendwann zu den Opfern gehört. Unglaublich das die Autorin Anna Seidl diesen Roman im Alter von sechzehn Jahren geschrieben hat. Nach einem Alptraum wollte sie dieses Thema festhalten. Solch einen Alptraum hatten bestimmt viele von uns, ich auch schon. Aber niemals würde ich so treffend die Panik, Angst, Wut und Trauer beschreiben können. Kein Tatsachenbericht, und trotzdem fesselnd von Anfang bis zum Ende.
Bereits auf den ersten Seiten musste ich mehrmals tief durchatmen. Dies ist kein Roman denn man mal so schnell zwischendurch lesen kann, man benötigt dafür Zeit. Ich musste das Ganze erst einmal ruhen lassen, denn was ich gelesen habe hat mich tief bewegt....
Wer sich mit dem Thema Amoklauf auseinandersetzen möchte sollte auf jedem Fall zu diesem Buch greifen.


 Ein aufwühlender Debüt-Roman einer jungen Autorin, 
von der wir hoffentlich noch mehr lesen werden.
Meine Bewertung: 5 von 5 Sterne


Das großartige Debüt von Anna Seidl, die erst 16 Jahre alt war, als sie diese aufwühlende Geschichte geschrieben hat: eine intensive Auseinandersetzung mit den Folgen eines Amoklaufs für die Überlebenden, mit Schuld und Trauer, schonungslos erzählt.

Kommentare:

  1. Auch von dir eine gute Rezi - mal schaun, ob alle zig Vorableser das Buch nur hochloben ***
    LG Hanne

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    1. Wird bei bei vielen Büchern sicher polarisieren. Ich fand es beeindruckend, vor allem wenn man das Alter der Autorin bedenkt.
      Lg Silke

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